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Florian Bailey über Social, User und Online Strategie

Query dependent SEO – semantische SEO ?

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Einen Einblick in zentrale Entwicklungsabteilung von Google gibt  die New York Times.  Die interessanteste Information fÜr mich war wie stark Google bereits Query dependent arbeitet, d.h.  einen Unterschied zwischen einer Suche nach apple und Apple macht ( apple sucht entweder nach Apple oder Äpfel, Apple wahrscheinlich nach dem Unternehmen und seinen Produkte ). Diese Entwicklung wirft einige interessante Probleme fÜr klassische SEO Arbeit auf, gute SEO entfernt sich immer weiter vom klassischen Link Building und wird immer stärker zur Onsite Optimierung, d.h. der Content, die interne Link Struktur, bestimmte Themen Cluster auf der Seite die sich in der Backlink Struktur wiederspiegeln. Auch die Backlinkstruktur muss dadurch quasi an die queries angepasst werden, einfache Keywords genÜgen nicht mehr. Gerade im Hinblick auf weitere Veränderungen des Algorithmus baut eine stabile Strategie jetzt bereits eine Art Semantik in die Backlinkstruktur.
Nehmen wir das Beispiel einer  Tischlerei  in NÜrnberg, die Backlinks mÜssen ausgewogen sein, d.h. aus der Struktur der Seiten  die zur Tischlerei verlinken muss klar werden, es geht um eine “Tischlerei” , “lokal”, “in NÜrnberg” in Verbindung mit den Keywords fÜr bestimmte Produkte. Die Struktur wird nur im zweiten Schritt optimiert fÜr  das Keyword “Tischlerei NÜrnberg”. FrÜher oder später wird Google dann auch bei einer Suche nach “Tischlerei” eines Users aus FÜrth ( der z.B. regelmäßige Abfragen mit FÜrther Zielen
in Google Maps vornimmt ) die passenden NÜrnberger Tischlereien einblenden.

Teilweise gilt das alles natÜrlich schon jetzt und mein Tischlerei Beispiel ist nicht das Beste, aber die Grundregel fÜr die Zukunft dÜrfte wirklich eine möglichst semantische Struktur der Backlinks werden. Damit die Suchmaschine erkennt

  • hier ist eine Seite von hohem Gewicht
  • sie passt in die Bedeutung der aktuellen Suchanfrage ( nicht unbedingt in die Keywords )

Geschrieben von Florian

5. Juni 2007 um 09:29

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Geschichte der Multi Touch Displays

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Eine Ãœbersicht der verschiedenen Touch Screen / Multi Touch Techniken von 1982 bis heute.

Ein ganz spezieller Klassiker ist natÜrlich das Simon.

Geschrieben von Florian

2. Juni 2007 um 10:05

Wikipedia und die Wahrnehmung der User

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Ich habe, nach einigen Gesprächen am Barcamp Frankfurt, versucht die Probleme und insbesondere dasöffentliche Feedback die die Wikipedia immer wieder durch fehlerhafte Artikel bekommt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Die konservative Meinung die häufig vertreten wird, besagt das die Wikipedia eine Enzyklopädie ist und Enzyklopädien dÜrfen keine Fehler haben. Das ist natÜrlich in jeder Enzyklopädie unmöglich.
Die kritische Frage ist aber weniger, ob Wikipedia fehlerhaft ist sondern, ob Wikipedia im Sinne der Nutzer Überhaupt eine Enzyklopädie ist. Ich, Fan und Gelegenheitseditor, und die meisten Wikipedianer wÜrden hier aufhorchen und antworten “Aber selbstverständlich ist die Wikipedia eine Enzyklopädie und sie wird immer besser! Sie hat immer weniger Fehler !”

Falsche Erwartungen

Die Schwierigkeit liegt aber darin das der User eine andere Erwartung an eine Enzyklopädie hat, sie verändert sich nicht, sie verbessert sich nicht, letztendlich ist sie ein statisches Gebilde. Aus Sicht des Users kann er zu jeder Zeit einen Artikel Über den kanadischen Senat nachschlagen und wird dort immer die gleichen Informationen vorfinden.

User + Enzyklopädie = ewige unveränderliche Wahrheit

Die Wikipedia kann diesen Erwartungen niemals entsprechen, es sei denn sie fÜhrt Kontrollmechanismen fÜr Artikel ein und definiert dadurch einen relativ statischen Zustand jedes Artikels.
Das ist natÜrlich letztendlich gefährlich, da es die Bearbeitungsprozesse und das Wiki Grundprinzip leicht so stark einschränken kann das der gesamte Prozess nicht mehr funktioniert.

Statischer ZustandDie Erwartung verändern

Der richtige Weg ist also die Erwartung des User an die Wikipedia und das Nutzungsverhalten zu verändern, der User muss sich bewusst sein das er sich auf einer wandelbaren Seite befindet, die ständig bearbeitet, geändert und verbessert wird. Dann ist er sich auch bewusst, dass sie sich nicht bei jeder Änderung immer verbessert.

Momentan betritt der User die Wikipedia und gewinnt im besten Fall den Eindruck einer perfekten Enzyklopädie, klare Bilder, schwarzer Text, viel Text, viele VerknÜpfungen.
Das einzige was Ihn auf die ständige Bewegung hinweist sind zwei kleine Buttons ganz oben, “Versionen” und “Bearbeiten”, und einige rote Links die zu Artikeln fÜhren die noch geschrieben werden mÜssen. Das ganze könnte in der gleichen Form im Brockhaus zu finden oder auf einer Schriftrolle abgedruckt sein. Die Seriositätsfalle schnappt gewissermaßen zu.

Meiner Meinung nach sollte dem User schon im ersten Moment auffallen, dass dies keine statische
Enzyklopädie ist, er sollte bemerken, dass es unterschiedliche Versionen gibt und eine offene Enzyklopädie nicht in jeder Sekunde einen Anspruch auf absolute Wahrheit erhebt oder erheben kann.

Eine Möglichkeit dies stärker bewusst zu machen wäre eine Betonung des Versions und des Bearbeiten Links. Interessanter und auffälliger wäre es allerdings die Änderungen und Versionen im Text sichtbar zu machen. Das heißt der User bekommt einen Text indem die Teile die z.B. in den letzten 24 Stunden geändert wurden markiert sind, es werden sofort Links zur vorherigen Version angeboten und der User ist gezwungen die angebotenen Informationen wesentlich kritischer zu betrachten. Tatsächlich wäre dies eine Art Schulung in kritischem Denken bei Online Quellen, vielleicht letztendlich ganz hilfreich fÜr mehr als nur die Wikipedia.

Die tatsächliche Gestaltung und was tatsächlich markiert wird, mÜsste man anhand der Änderungsprotokolle definieren, eine 24 Stunden Markierung wäre aber wahrscheinlich ein nÜtzlicher Anfang.
Noch eleganter ist natÜrlich eine Markierung die mit der Zeit verschwindet z.B. ein greller Rotton der schrittweise innerhalb von 36 – 48 Stunden verblasst.
5 Minuten

24 Stunden

Geschrieben von Florian

25. April 2007 um 10:09

Abgelegt in User Experience

Koffein Koffein Koffein – nächtliche Ideen

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Mitten in der Nacht, man ist noch am Arbeiten, man ist mÜde, man bekommt Hunger…

Die Lösung: Koffein MÜsli

Die Idee erschien mir irgendwann kurz vor 4 Uhr nachts tatsächlich logisch, und deswegen habe ich sie um 4:30 Uhr an Schneekoppe gemailt. Hier AuszÜge aus meiner damaligen Konversation mit dem Unternehmen:

Betreff: Neue MÜslisorte

Sehr geeehrte Damen und Herren,
wir alle ( ich, meine Kollegen und Freunde ) sind Fans ihrer MÜslisorten, da wir als IT-Entwickler und Grafik Designer häufig nachts arbeiten, essen wir dann gerne nochmal eine Schale MÜsli. Das ist leicht und gesund. Nur mÜssen wir uns natÜrlich auch nachts wachhalten, deswegen habe ich mich gefragt ob sie nicht eine MÜslisorte die Koffein enthält herausbringen könnten. Nicht nur das ich mich dann damit wach halten könnte, auch viele meiner Freunde und Bekannten die z.B. als Spieler an LAN Parties teilnehmen wÜrden dieses MÜsli begeistert kaufen.
Wäre es nicht auch ein Imagegewinn in der jugendlichen Zielgruppe wo das klassische MÜsli sonst immer nur RÜckzugsgefechte gegen Cornflakes verliert.
Ein weiterer Vorteil wäre das ich mir morgens den Kaffee sparen könnte, da ich lang schlafe und häufig keine Zeit mehr habe mir Kaffee zu kochen, ich wäre wach hätte etwas gesundes gegessen und sie wÜrden unverschämt viel Geld verdienen.

Falls sie das MÜsli tatsächlich herausbringen, fände ich es nett wenn sie mir einen Jahresvorrat an folgende Adresse schicken:

mit freundlichen GrÜßen,
Florian Bailey

Die Antwort:

Sehr geehrter Herr Baily,

vielen Dank fÜr Ihre Anregung und Ihre Mail bzgl. eines neuen MÜeslis mit Koffein.

Wir haben diese Idee zum Anlass genommen darÜber nachzudenken, ob dies fÜr unsere Zielgruppe in Frage kommen könnte bzw. relevant ist.

Parallel prÜfen wir derzeit die Möglichkeiten bei unserern Rohstofflieferanten, inwiefern Koffein als Wirkstoff in das MÜesli eingebracht werden kann
(z.B. Über Crispies o.ä.).

Wir möchten Ihnen nochmals fÜr Ihren Tipp sehr herzlich danken und werden Sie -falls es zu einer Umsetzung kommt- natÜrlich informieren und werden Ihnen dann auch Produkte zukommen lassen.

Bei RÜckfragen hierzu stehen wir selbstverständlich gern zur VerfÜgung.
Viele GrÜße

24 Stunden nach meiner Email war auf der Internetseite von Schneekoppe ein Button, Über den man Ideen fÜr neue Produkte an Schneekoppe senden konnte ( alte Internetseite – ist nicht mehr online ). Feedback habe ich leider trotz mehrmaliger RÜckfragen ( u.a. Über Xing auch bei der Person die mir damals die Antwort geschickt hat ) nie bekommen.

Geschrieben von Florian

24. April 2007 um 10:07