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Florian Bailey über Social, User und Online Strategie

Archive for the ‘User Experience’ Category

Dem Kunden oder User zuhören…

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Mark Hurst hat in seinem aktuellen Newsletter von Good Experience, den alten Punkt wieder betont. Echte Innovation entsteht, wenn man den eigenen Kunden oder Usern zuhört, was ihre BedÜrfnisse sind.

Listen to a customer

One of my core beliefs is this: to make something good, ask someone what they need. That is to say, ask the person you’re serving what they need, as opposed to what journalists want to cover – or what bloggers want to review – or what investors want to brag that they’re involved in. Ask the person you serve what they need, then listen.


Abstrahieren – vom Wunsch zum BedÜrfniss

Eigentlich ist das ein einfacher Grundsatz, dem jeder zustimmt und der fast ein Klischee ist, aber er wird fast immer falsch umgesetzt. Dem Kunden zuhören, bedeutet nie, dass es nur darum geht herauszufinden was der Kunde sagt. Es geht darum, herauszufinden was er tatsächlich braucht oder wÜnscht.

Im Usability Labor gibt es den klassischen Grundsatz, nicht auf das zu hören was die Getesteten sagen, sondern sich anzusehen was sie tun. Meistens gibt es zwischen beidem deutliche Diskrepanzen.

Hinter jeder geäußerten Absicht eines Kunden, steht ein tieferes abstraktes BedÜrfnis.

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Geschrieben von Florian

20. Dezember 2009 um 16:50

Virales Design – Beispiele viraler Applikationen – Teil:3

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Dies ist Teil:3 zu Teil:1, Teil:2

Die Community, die wohl mit derart viralen Applikationen begonnen hat, ist Facebook. Beispielsweise passiert bei „Sell-A-Friend“, einer der Top Applikationen auf Facebook, nichts anderes, als dass ich einen Freund fÜr Spielgeld kaufen kann. Dieser wird nach dem Kauf darÜber informiert. Seine einzige Möglichkeit als Gekaufter darauf zu reagieren, ist sich ebenfalls anzumelden und einen neuen Freund zu kaufen. Da jeder Gekaufte benachrichtigt wird, entsteht aus jeder Interaktion Kommunikation. Die Viralität entsteht aus dieser Interaktion mit der Applikation und ist essentiell fÜr die Applikation.
Sell-a-friend hätte wahrscheinlich auch als Standalone Applikation ohne Facebook funktioniert. Das Wachstum wurde aber durch das bestehende Netzwerk auf Facebook um ein Vielfaches beschleunigt.

Beispiele viraler Applikationen

Paypal

Mit ihrer Funktion “Geld senden per Email” hat Paypal äußerst viele neue Nutzer generiert. Paypal-User können per email Geldbeträge versenden. Damit der Empfänger dieses Geld auch tatsächlich erhalten kann, muss er sich selbst bei Paypal registrieren. In gewisser Weise zahlen damit die bisherigen User fÜr neue User.
Etwas anzubieten, was mein Kontakt benutzt, aber ich nur nach Registrierung nutzen kann, enthält ein enormes Potential Viralität zu entwickeln und User zu Überzeugen sich zu registrieren.

Das Versenden bezieht automatisch einen zweiten User ein

Das Versenden bezieht automatisch einen zweiten User ein

amiando

Das “Einladen” ist bei Systemen wie amiando oder evite ein integraler Bestandteil. In dem Moment, in dem eine Einladung zu einem Event verschickt wird, wird dabei auch gleichzeitig eine Einladung zur Applikation geschickt.

Der Nutzer liest die Eventeinladung, die eine persönliche Nachricht und ihm daher persönlich wichtig ist. Anschließend klickt er auf die Eventseite und ist in dieser Sekunde zum potentiellen neuen User geworden. Wenn er zu einem späteren Zeitpunkt, selbst ein Event Über amiando organisiert und dabei auch nur 5 Kontakte einlädt, ist die Applikation bereits viral.
Die Einladung zur Applikation steht hierbei nicht im Vordergrund, sondern ist vielmehr tief in die Applikation integriert.

Hotmail

Als Hotmail, der Webmail Anbieter der später von Microsoft Übernommen wurde, startete, wurde in jede Email eine kleine Statuszeile “sent by hotmail.com” eingefÜgt. Durch diese Nachricht wurde jede email zu einer Einladung von Hotmail. Auf die gleiche Art ist später Blackberry vorgegangen. „Sent from my blackberry“ war gleichzeitig ein Zeichen von Status und eine Aufforderung Blackberry zu benutzen oder zumindest zu testen.
Youtube

Ein Sonderfall der Viralität ist jedes Konzept, das durch ein Widget angetrieben wird. Widgets können auch zu viraler Reichweite außerhalb des engsten Umfeldes des Users fÜhren. Das Paradebeispiel fÜr virales Wachstum mit Widgets ist Youtube. GegrÜndet Anfang 2005 wuchs die Videoplattform anfangs nur relativ langsam, bis im August 2005 die entscheidenden 2 Features hinzugefÜgt wurden. Die “ähnlichen Videos” und die Funktion, das Video in die eigene Seite einzubauen.

Die „ähnlichen Videos“, die neben dem aktuellen Video angezeigt werden, fÜhren dazu, dass Nutzer länger auf der Seite bleiben. Durch das Angebot Videos quasi mitzunehmen und auf anderen Seiten einzubauen, gewann Youtube eine wesentlich höhere Reichweite. Besonders rasant verbreiteten sich diese Video Widgets auf Myspace.Viele User, die ein Video auf dem Profil eines Freundes sahen, fÜgten es sofort ihrem eigenen hinzu. Zwei Monate nach Launch der Features, war Youtube die am schnellsten wachsende Website der Welt.

Dies ist Teil:3 zu Teil:1, Teil:2

Geschrieben von Florian

27. September 2009 um 14:51

Abgelegt in Facebook,Social Experience,Social Networks,User Experience,Viralität

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Barcamp MÜnchen

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Am Wochenende war ich am MÜnchner Barcamp,sehr gute Veranstaltung, gut organisiert, danke an alle Beteiligten.

FÜr die Teilnehmer meiner Session: Usability & User Experience

Gute Zusammenschriften gibt es bei Xonio und bei mytwocents

Und ein nettes Foto


Partyservice NÜrnberg

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Geschrieben von Florian

14. Oktober 2008 um 07:56

Abgelegt in Barcamp,Usability,User Experience,User Interface

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Usability und IA – Review des SPON Headers

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Neulich habe ich mir den Spiegel Online Header etwas genauer angesehen.

Interessant an dem Header ist, dass es eines der meistgesehenen Elemente im deutschsprachigen Internet ist. Es ist außerdem ein sehr stark gebrandetes Element, unverwechselbar in der Gestaltung und muss fÜr Millionen User als Navigation funktionieren.

Hier der Orginal Header
Header Orginal

Wenn man sich das einzelne Element ansieht statt der ganzen Seite, fallen einem Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten auf. Es werden die gleichen Fehler gemacht wie auf kleineren Seiten, zu viele Elemente und zu wenig Struktur.

Datum

Das Datum ist ein sehr skurriles Element, dass sich hartnäckig auf Internetseiten von Zeitungen und Magazinen hält. Egal ob FAZ, New York Times oder SZ es scheint wichtig zu sein, dem User mitzuteilen welches Datum heute ist. Da die meisten User bereits eine Datumsanzeige auf ihrem Desktop haben, gibt es dafÜr keine sinnvolle BegrÜndung. Es scheint einen gewissen nostalgischen Wert zu haben.

Suchfeld

Suchfelder sind eigentlich einfach: ein Eingabefeld und ein Button “Suchen”.

Bei Spiegel Online sehen wir die beliebte Variante mit dem auslösenden Icon statt einem klaren Button. Buttons sollten immer klar als solche erkennbar sein und es sollte erkennbar sein was sie auslösen.

Eine beliebte, aber unsinnige Variante ist der “Finden” Button.
. “Bei uns sucht man nicht sondern findet man” scheint jemand gedacht zu haben. Es gilt die Grundregel wenn es ein universales Standard Interface fÜr eine Funktion gibt, sollte man sehr triftige GrÜnde haben sich nicht daran zu orientieren. Auch die Logik hinter dem Begriff “Finden” ist falsch. Es ist keine Aktion. Ich kann in den Wald gehen um etwas zu suchen aber nicht um etwas zu finden. In der User Experience verspricht der Begriff eventuell mehr als er halten kann, was wenn es kein Ergebniss gibt und der User nichts findet?

nix gefunden

Schade, dass bei der SZ nicht konsequent “Findergebniss nicht gefunden” angezeigt wird.

Schlechte Gliederung

In der obersten Leiste des SPON Headers ist alles durcheinandergeworfen. Zusätzlich sind einige Begriffe ungeschickt gewählt. “Startseite” fÜhrt nicht zur Startseite, sondern zur Erklärung wie man diese Seite zur Startseite macht.

“Schlagzeilen” hätte ich als Link zur Startseite interpretiert, fÜhrt aber zu diversen Newstickern.Und gleich neben RSS findet man das TV-Programm.

Geändert

Obwohl nicht viel geändert ist, merkt man wie nur das Ändern dieser kleinen Elemente den Header klarer und einfacher zu nutzen macht. Um so weniger Ablenkung der User hat, um so eher findet er sein Ziel.

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Geschrieben von Florian

29. September 2008 um 04:31

Abgelegt in Expert Review,Search,Usability,User Experience,User Interface