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Florian Bailey über Social, User und Online Strategie

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Usability und IA – Review des SPON Headers

4 Kommentare

Neulich habe ich mir den Spiegel Online Header etwas genauer angesehen.

Interessant an dem Header ist, dass es eines der meistgesehenen Elemente im deutschsprachigen Internet ist. Es ist außerdem ein sehr stark gebrandetes Element, unverwechselbar in der Gestaltung und muss fÜr Millionen User als Navigation funktionieren.

Hier der Orginal Header
Header Orginal

Wenn man sich das einzelne Element ansieht statt der ganzen Seite, fallen einem Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten auf. Es werden die gleichen Fehler gemacht wie auf kleineren Seiten, zu viele Elemente und zu wenig Struktur.

Datum

Das Datum ist ein sehr skurriles Element, dass sich hartnäckig auf Internetseiten von Zeitungen und Magazinen hält. Egal ob FAZ, New York Times oder SZ es scheint wichtig zu sein, dem User mitzuteilen welches Datum heute ist. Da die meisten User bereits eine Datumsanzeige auf ihrem Desktop haben, gibt es dafÜr keine sinnvolle BegrÜndung. Es scheint einen gewissen nostalgischen Wert zu haben.

Suchfeld

Suchfelder sind eigentlich einfach: ein Eingabefeld und ein Button “Suchen”.

Bei Spiegel Online sehen wir die beliebte Variante mit dem auslösenden Icon statt einem klaren Button. Buttons sollten immer klar als solche erkennbar sein und es sollte erkennbar sein was sie auslösen.

Eine beliebte, aber unsinnige Variante ist der “Finden” Button.
. “Bei uns sucht man nicht sondern findet man” scheint jemand gedacht zu haben. Es gilt die Grundregel wenn es ein universales Standard Interface fÜr eine Funktion gibt, sollte man sehr triftige GrÜnde haben sich nicht daran zu orientieren. Auch die Logik hinter dem Begriff “Finden” ist falsch. Es ist keine Aktion. Ich kann in den Wald gehen um etwas zu suchen aber nicht um etwas zu finden. In der User Experience verspricht der Begriff eventuell mehr als er halten kann, was wenn es kein Ergebniss gibt und der User nichts findet?

nix gefunden

Schade, dass bei der SZ nicht konsequent “Findergebniss nicht gefunden” angezeigt wird.

Schlechte Gliederung

In der obersten Leiste des SPON Headers ist alles durcheinandergeworfen. Zusätzlich sind einige Begriffe ungeschickt gewählt. “Startseite” fÜhrt nicht zur Startseite, sondern zur Erklärung wie man diese Seite zur Startseite macht.

“Schlagzeilen” hätte ich als Link zur Startseite interpretiert, fÜhrt aber zu diversen Newstickern.Und gleich neben RSS findet man das TV-Programm.

Geändert

Obwohl nicht viel geändert ist, merkt man wie nur das Ändern dieser kleinen Elemente den Header klarer und einfacher zu nutzen macht. Um so weniger Ablenkung der User hat, um so eher findet er sein Ziel.

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Geschrieben von Florian

29. September 2008 um 04:31

Query dependent SEO – semantische SEO ?

2 Kommentare

Einen Einblick in zentrale Entwicklungsabteilung von Google gibt  die New York Times.  Die interessanteste Information fÜr mich war wie stark Google bereits Query dependent arbeitet, d.h.  einen Unterschied zwischen einer Suche nach apple und Apple macht ( apple sucht entweder nach Apple oder Äpfel, Apple wahrscheinlich nach dem Unternehmen und seinen Produkte ). Diese Entwicklung wirft einige interessante Probleme fÜr klassische SEO Arbeit auf, gute SEO entfernt sich immer weiter vom klassischen Link Building und wird immer stärker zur Onsite Optimierung, d.h. der Content, die interne Link Struktur, bestimmte Themen Cluster auf der Seite die sich in der Backlink Struktur wiederspiegeln. Auch die Backlinkstruktur muss dadurch quasi an die queries angepasst werden, einfache Keywords genÜgen nicht mehr. Gerade im Hinblick auf weitere Veränderungen des Algorithmus baut eine stabile Strategie jetzt bereits eine Art Semantik in die Backlinkstruktur.
Nehmen wir das Beispiel einer  Tischlerei  in NÜrnberg, die Backlinks mÜssen ausgewogen sein, d.h. aus der Struktur der Seiten  die zur Tischlerei verlinken muss klar werden, es geht um eine “Tischlerei” , “lokal”, “in NÜrnberg” in Verbindung mit den Keywords fÜr bestimmte Produkte. Die Struktur wird nur im zweiten Schritt optimiert fÜr  das Keyword “Tischlerei NÜrnberg”. FrÜher oder später wird Google dann auch bei einer Suche nach “Tischlerei” eines Users aus FÜrth ( der z.B. regelmäßige Abfragen mit FÜrther Zielen
in Google Maps vornimmt ) die passenden NÜrnberger Tischlereien einblenden.

Teilweise gilt das alles natÜrlich schon jetzt und mein Tischlerei Beispiel ist nicht das Beste, aber die Grundregel fÜr die Zukunft dÜrfte wirklich eine möglichst semantische Struktur der Backlinks werden. Damit die Suchmaschine erkennt

Geschrieben von Florian

5. Juni 2007 um 09:29

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