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Virales Design – Beispiele viraler Applikationen – Teil:3

2 Kommentare

Dies ist Teil:3 zu Teil:1, Teil:2

Die Community, die wohl mit derart viralen Applikationen begonnen hat, ist Facebook. Beispielsweise passiert bei „Sell-A-Friend“, einer der Top Applikationen auf Facebook, nichts anderes, als dass ich einen Freund fÜr Spielgeld kaufen kann. Dieser wird nach dem Kauf darÜber informiert. Seine einzige Möglichkeit als Gekaufter darauf zu reagieren, ist sich ebenfalls anzumelden und einen neuen Freund zu kaufen. Da jeder Gekaufte benachrichtigt wird, entsteht aus jeder Interaktion Kommunikation. Die Viralität entsteht aus dieser Interaktion mit der Applikation und ist essentiell fÜr die Applikation.
Sell-a-friend hätte wahrscheinlich auch als Standalone Applikation ohne Facebook funktioniert. Das Wachstum wurde aber durch das bestehende Netzwerk auf Facebook um ein Vielfaches beschleunigt.

Beispiele viraler Applikationen

Paypal

Mit ihrer Funktion “Geld senden per Email” hat Paypal äußerst viele neue Nutzer generiert. Paypal-User können per email Geldbeträge versenden. Damit der Empfänger dieses Geld auch tatsächlich erhalten kann, muss er sich selbst bei Paypal registrieren. In gewisser Weise zahlen damit die bisherigen User fÜr neue User.
Etwas anzubieten, was mein Kontakt benutzt, aber ich nur nach Registrierung nutzen kann, enthält ein enormes Potential Viralität zu entwickeln und User zu Überzeugen sich zu registrieren.

Das Versenden bezieht automatisch einen zweiten User ein

Das Versenden bezieht automatisch einen zweiten User ein

amiando

Das “Einladen” ist bei Systemen wie amiando oder evite ein integraler Bestandteil. In dem Moment, in dem eine Einladung zu einem Event verschickt wird, wird dabei auch gleichzeitig eine Einladung zur Applikation geschickt.

Der Nutzer liest die Eventeinladung, die eine persönliche Nachricht und ihm daher persönlich wichtig ist. Anschließend klickt er auf die Eventseite und ist in dieser Sekunde zum potentiellen neuen User geworden. Wenn er zu einem späteren Zeitpunkt, selbst ein Event Über amiando organisiert und dabei auch nur 5 Kontakte einlädt, ist die Applikation bereits viral.
Die Einladung zur Applikation steht hierbei nicht im Vordergrund, sondern ist vielmehr tief in die Applikation integriert.

Hotmail

Als Hotmail, der Webmail Anbieter der später von Microsoft Übernommen wurde, startete, wurde in jede Email eine kleine Statuszeile “sent by hotmail.com” eingefÜgt. Durch diese Nachricht wurde jede email zu einer Einladung von Hotmail. Auf die gleiche Art ist später Blackberry vorgegangen. „Sent from my blackberry“ war gleichzeitig ein Zeichen von Status und eine Aufforderung Blackberry zu benutzen oder zumindest zu testen.
Youtube

Ein Sonderfall der Viralität ist jedes Konzept, das durch ein Widget angetrieben wird. Widgets können auch zu viraler Reichweite außerhalb des engsten Umfeldes des Users fÜhren. Das Paradebeispiel fÜr virales Wachstum mit Widgets ist Youtube. GegrÜndet Anfang 2005 wuchs die Videoplattform anfangs nur relativ langsam, bis im August 2005 die entscheidenden 2 Features hinzugefÜgt wurden. Die “ähnlichen Videos” und die Funktion, das Video in die eigene Seite einzubauen.

Die „ähnlichen Videos“, die neben dem aktuellen Video angezeigt werden, fÜhren dazu, dass Nutzer länger auf der Seite bleiben. Durch das Angebot Videos quasi mitzunehmen und auf anderen Seiten einzubauen, gewann Youtube eine wesentlich höhere Reichweite. Besonders rasant verbreiteten sich diese Video Widgets auf Myspace.Viele User, die ein Video auf dem Profil eines Freundes sahen, fÜgten es sofort ihrem eigenen hinzu. Zwei Monate nach Launch der Features, war Youtube die am schnellsten wachsende Website der Welt.

Dies ist Teil:3 zu Teil:1, Teil:2

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Geschrieben von Florian

27. September 2009 um 14:51

2 Kommentare zu “Virales Design – Beispiele viraler Applikationen – Teil:3”

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  1. Tiara

    4. Dez 09 um 14:39

    Hallo, ich finde hier den Hinweis auf die Applikation “Sell-a-friends”, konnte dies aber nirgends finden bei Facebook. Wurde dies eingestellt? Oder weiterentwickelt? Friends For Sale ist ja ähnlich vom Grundprinzip.
    GrÜße, Tiara

  2. Florian

    4. Dez 09 um 14:42

    ups einfach ein Fehler ist schon Friends for Sale gemeint :)

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