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Barcamp Hannover RÜckblick und Ãœberblick

5 Kommentare

Das Barcamp Hannover am Wochenende war insgesamt ein gutes Barcamp. Die Organisation war sehr gut und man muss sich wirklich bei allen bedanken.

Der Spirit fehlt

Das Einzige was mir etwas fehlte war der Barcamp Spirit. DafÜr können die Organisatoren aber nur teilweise etwas, bzw. vielleicht war das auch Absicht.
Der ursprÜngliche Barcamp Gedanke ist eben auch zum Teil ein bisschen Hack Camp, d.h. man sperrt sich zusammen fÜr ein Wochenende ein und kommt erst nach zwei Tagen wieder heraus. Das die Ãœbernachtung in den Räumen bisher in Deutschland noch nie geklappt hat ist schade. Aber auch das die Session Planung immer sagt, Sessions am Samstag bis 18:00 Uhr und dann ist Ende.
Ich denke es wäre kein Problem die Sessions bis 24 Uhr oder länger laufen zu lassen und danach einfach nach Belieben weiter zu machen. In der jetzigen Form wird das ganze manchmal zu konferenzartig. Das sieht man auch wenn man die Session Liste auseinandernimmt und alle regelmäßigen Barcamper streicht, dann bleibt vielleicht die Hälfte der Präsentationen Übrig, obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall sein sollte.

Feedback in Noten (1-6)

Organisation, Essen, usw.: 1
Räume: etwas zu sehr Konferenz ( viele Stuhlreihen und Tische ) 2

Die 8 Regeln:
*You do talk about Bar Camp. 2
*You do blog about Bar Camp. 2
*If you want to present,… 1
*Only three word intros. 6 ( keine Vorstellungsrunde am Samstag )
*As many presentations at a time as facilities allow for. 5 (viele Räume leer)
*No pre-scheduled presentations, no tourists. 5 (einige Touristen)
*Presentations will go on as long as they have to… 5

*If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.) 6

Das wären 100 Sessions gewesen wenn sich alle an die Regel gehalten hätten.

Aktivität ist gefordert

Man kann es nur als Aufruf an die Teilnehmer der nächsten Barcamps formulieren, ein Barcamp ist keine Konferenz ( deswegen auch “Unkonferenz”), von jedem Teilnehmer ist Aktivität gefordert, wenn ihr keine Session halten wollt, tragt zumindest zu einer anderen Session bei. Und die Ausrede “es war mein erstes mal” gilt siehe Regel 8 ja gerade nicht.

Sessions halten ist nicht sonderlich kompliziert, sucht euch 5 Punkte aus einem eurer Spezialgebiete und bietet eine Diskussion darÜber an, sei es ein technisches Thema oder etwas anderes. Oder stellt ein Projekt in 10 Minuten vor und sucht euch noch 3 andere Teilnehmer die auch jeweils ein Projekt vorstellen. Jedes fÜr euch noch so langweilige Thema findet 5 Leute die sich noch nicht damit beschäftigt haben und es interessant finden.

Die Session in denen ich war waren Übrigens ohne Ausnahme sehr gut.

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Geschrieben von Florian

27. Februar 2008 um 09:44

Abgelegt in Barcamp,BarcampHannover

5 Kommentare zu “Barcamp Hannover RÜckblick und Ãœberblick”

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  1. Nicole Y. Männl

    27. Feb 08 um 11:45

    Ganz kurz zum Punkt Dauer des BarCamps:
    unseren Pförtner hatten wir nur bis 20 Uhr zur VerfÜgung. Insofern war es schon ein Problem das BarCamp open-end zu gestalten.
    In einigen Dingen gebe ich Dir Recht (Feedback).

    Bei der Three-Word-Intro (und anderen BarCamp-Regeln) wurde nicht vorher genau erklärt, was nun zu tun ist, was von einem erwartet wird (gerade wichtig fÜr Newbies).
    Am Samstag war es schon spät geworden (Start des Grids), daher wurde von den anderen im Orga-Team beschlossen, die Vorstellungsrunde wegzulassen. Es hätte ja auch die alten Hasen protestieren können (freie Meinungsäußerung!).

    Es gab fÜr einige bestimmt gute GrÜnde, dass sie noch keine Präsentation gehalten haben. Diese als Touristen zu bezeichnen finde ich teilweise etwas unpassend. FÜr meine Person reichte die “Doppel-Belastung” Orga-Team-Member und Newby erstmal völlig. Ich habe mich aber an jeder teilgenommenen Session aktiv beteiligt (wo der Session-Holder das “zuließ”), auch das zählt!

    Also fÜr mich war ein BarCamp-Spirit vorhanden und ich trage ihn immer noch in mir, in Form einer Begeisterung (positiv paralysiert) und den schönen Erinnerungen.

    Danke fÜr Dein Feedback und Danke fÜr Dein Lob.
    Liebe GrÜße, Nicole

  2. Michael

    27. Feb 08 um 12:10

    Hallo Florian,

    Vielen Dank fÜr dein ausfÜhrliches Feedback. Ich gebe dir bei deiner Hauptkritik absolut Recht: Ich hätte mir auch mehr Sessions gewÜnscht. Allerdings gab es in den meisten Slots bereits mindestens 4 Sessions, so dass mir eigentlich nie langweilig wurde.

    Wir haben uns im Orga-Team sehr bewusst dafÜr entschieden, viele Newbies anzulocken. Wir haben deshalb die IJK-Studis eingeladen und wir haben relativ viel Offline-PR betrieben, damit nicht nur Blogger und Hardcore-BarCamper aufkreuzen. Ich weiß nicht, wie es dir bei deinem ersten BarCamp ging – aber ich hatte damals etwas Schiss eine Session zu machen (obwohl ich es dann getan habe – aber da beweist eben nicht jeder gleich viel Mut). Ich glaube, man muss sich zwischen Newbies und zahlreichen Sessions entscheiden – es ist eine Illusion zu glauben, dass man alle Newbies dazu bringen kann, eine Session zu halten.

    Gerade deswegen fand ich aber deinen Aufruf in der Feedback-Session klasse! :-)

    Dass die Vorstellungsrunde am Samstagmorgen ausfallen musste, lag schlicht daran, dass die faule BarCamp-Crowd nach der Warm-up-Party nicht aus dem Bett gekommen ist. Dann hätten wir den ganzen Ablauf nach hinten verschieben mÜssen. Sauhaufen! ;-)

    Und sorri – nachdem wir die ganzen Tische aus der Lounge in den Flur getragen hatten, hatten wir einfach keine Lust mehr, in allen Räumen die Tische umzustellen. Die Bestuhlung war Uni-mäßig, das stimmt – aber irgendwann schmerzen einfach die Arme und man hat Wichtigeres zu tun als Tische zu rÜcken. ;-) Letztlich trägt jedes BarCamp das Flair der Location mit sich, und das war in unserem Fall eben eine Uni.

    Schönen Gruß,
    Michael

  3. Philipp

    27. Feb 08 um 14:53

    Apropos Spirit! Ich fand Deine Session inhaltlich sehr gut; ABER man hatte schon das GefÜhl, dass Du das routiniert durchziehst. So, als hättest Du das Ganze schon sehr oft “runtergeleiert” (sorry fÜr das böse Wort, mir fiel grad nichts anderes ein). Also so richtig kam da der besagte Spirit jedenfalls auch nicht rÜber.. dafÜr war es aber charmant moderiert und ab und an wirklich lustig.

  4. Florian

    27. Feb 08 um 18:27

    @ alle naja eine 2 soll ja eigentlich keine Kritik sein und das die Orga keine Lust hat noch eine Session zu halten ist natÜrlich klar. Ist auch keine Kritik daran das viele neue Leute da sind, im gegenteil das ist ja toll, aber dann muss das mit den Regeln eben noch klarer gemacht werden.
    Ich bin ja kein Barcamp Fundamentalist :-) .

    Das mit der Uhrzeit ist mir schon klar, das war quasi bisher auf jedem Barcamp das Problem, aber lieber einmal zu oft ansprechen, bis es klappt.

    @Phillip: Ja war wirklich nicht das erste mal, aber es ist eben meine normale Arbeit. Ich weiss nicht ob du in der Perpetual Beta oder der Social Experience Session warst die waren beide Barcamp Pur und mehr Diskussion und Workshop als Präsentation.
    Ich hätte die User Experience/Usability Session auch gerne mehr so gestaltet das funktioniert aber nur bis zu einer gewissen Teilnehmerzahl. Ab 40 Leuten wird es eher schwierig das alles so offen zu fÜhren. Aber mir geht es eigentlich nicht um den Stil der Präsentationen wenn genug passiert gleicht sich das alles aus. Bei dem Thema versuche ich einfach immer so viele Infos wie möglich in die Session zu pressen, und die Reaktion scheint mir im großen und ganzen ja Recht zu geben.
    Zumindest war das Feedback sehr sehr positiv.

  5. Tobias

    28. Feb 08 um 12:36

    Zunächst ein Dankeschön fÜr Dein ehrliches Statement, Florian. Ich schließe da mal meinen Vorrednern an. Ich hätte am Samstag gerne eine Vorstellungsrunde durchgezogen (gerade aufgrund der vielen Newbies), nur waren um 10 Uhr gerade mal ca. 80 Leute da. Daher haben wir uns innerhalb der Orga abgesprochen, darauf zu verzichten.

    Ich bin mir nicht sicher, wie gut wir im Vorfeld kommuniziert haben, wie ein BarCamp im Idealfall ablaufen soll. Aber wer sich die MÜhe gemacht, sich vorher (u.a. im BarCamp Hannover Wiki) ein wenig schlau zu lesen (ebenfalls auf die Newbies bezogen), dem mÜsste zumindest der grobe Ablauf geläufig gewesen sein.

    Es gibt zwar im Nachhinein reichlich Feedback von Teilnehmern, aber es könnte durchaus mehr sein.

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