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Florian Bailey über Social, User und Online Strategie

Wieviele Social Networks braucht ein Mensch ?

1 Kommentar

15 – 20 mindestens, ob mehr oder weniger hängt von den Interessen des Users ab.
In manchen dieser Fälle kann ein Netzwerk auch mehrere Funktionen Übernehmen, in anderen fällen ist das quasi unmöglich, die folgende Liste ist nicht repräsentativ sondern soll einfach mal mein Nutzerverhalten beschreiben.

Fotos:
Ein Social Network in dem ich meine Fotos hochladen kann und das als Webapp gleichzeitig alle meine Digitalfotos sichert – kann sogar kostenpflichtig sein wenn die Fotos dafÜr sicher sind ( Übrigens eine enorme Marktnische viele Leute haben zuhause Digitalfoto Backup Panik, ich werde ständig darauf angesprochen )

Familie:
Mit meiner Familie in Kontakt zu bleiben fällt mir manchmal schwer, ich vergesse anzurufen und verlege z.B. die Handynummer meines Cousins. Es gibt also Platz fÜr ein Netzwerk in diesem Raum. Allerdings ist es wahrscheinlicher das ich diese Funktionen hauptsächlich in den verschiedenen anderen Netzwerken finde ( mein Cousin macht sozusagen auch Fotos ).
Musik:
Ob ich will oder nicht Last.FM ist mein Radio, meine Quelle fÜr neue Musik und das Social Network das ich stärksten nutze, obwohl ich noch nie einem anderen User eine Nachricht gesendet habe.

Rezepte:
Ich koche leidenschaftlich gerne, gäbe es ein Social Network das mich zu 100% Überzeugt wäre ich dort Mitglied, vorstellbar ist das z.B. Slow Food irgendwann ein Netzwerk aufbaut, dann wäre ich dort Mitglied.

Reisen:
Gelegentlich brauche ich Reisetipps, hier wäre es gut möglich in bis zu drei Netzwerken Mitglied zu sein je nach Reiseziel. Ein schönes neues ist Globalzoo

Events:
Spezialevents wie z.B. das Barcamp Köln, bekommen so oder so ihre eigenen Netzwerke, da das deutlichen Mehrwert bietet bin ich dort Mitglied.

Einladungen:
Ein Einladungservice auf dem die Eingeladenen Profile anlegen können, letztendlich wieder eine Mischung aus Webapp und Social Network, nutze Amiando sehr intensiv, der Zusatznutzen ist so groß das etwa 20% der Leute die ich darÜber einlade sofort anfangen ebenfalls Events auf die gleiche Art zu managen.

Businesskontakte:
Xing ist essentiell, haben sich die 200€ die ich Ihnen bis jetzt gezahlt habe gelohnt ? Ja.
Wenn Linkedin in Deutschland relevanter wird werde ich auch das nutzen mÜssen, das ist Business kann man
sich nicht aussuchen. In eventuellen Netzwerken von Branchenverbänden mÜsste ich wahrscheinlich auch Mitglied sein.

In Kontakt bleiben:
Studivz hat da eine relativ unangefochtene Stellung. Ein lokales Netzwerk könnte es noch ergänzen.

Sport:
Ein gutes Social Network zum Thema Rudern könnte mich als Mitglied zählen

Ebay:
Da sie sich so entwickeln werde ich wohl zwangsweise im Ebay Netzwerk Mitglied sein.

Amazon:
siehe Ebay

Themenspezifisches Netzwerk:
Bis jetzt gibt es keines das mich zu 100% antreibt, aber frÜher oder später ist das unausweichlich,
ein Beispiel wäre das Netzwerk auf der Seite der TED Conference hätte mich vor ein paar Wochen schon fast angemeldet

Kommunikation:
Ist Skype ein Social Network ? Twitter ? usw. usw .

Das Gerede von einer Blase ist irreal und faktisch nicht richtig. Es hängt davon ab was man von einem Network erwartet. 250 Millionen Euro wert ? Ja manches ist deutlich Überbewertet. Aber in vielen Nischen lassen sich Networks auch mit 3 Leuten und 5000 Mitgliedern erfolgreich betreiben, dazu braucht man nichtmal eine Bewertung sondern nur ausreichende mtl. Einnahmen. Wenn das Ziel ein Überbewertet Exit ist dann wird es schwieriger, geht es um ein tragfähiges kleines bis mittleres Business wird es mit jedem Tag einfacher.

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Geschrieben von Florian

20. Juli 2007 um 08:55

1 Kommentar zu “Wieviele Social Networks braucht ein Mensch ?”

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  1. Andreas Reiffen

    20. Jul 07 um 11:15

    Ich empfinde die immer größere Zahl sozialer (Nischen-) Netzwerke eher als Belastung. Man läuft Gefahr, sich einer Art Gruppenzwang geschlagen zu geben und in immer mehr Netzwerken mitzumischen. Sich in mehr als 3 Netzwerken wirklich aktiv zu beteiligen kostet einfach extrem viel Zeit, die man vielleicht lieber denjenigen widmen sollte, die einem im richtigen Leben nahe stehen. Die Web 1.0 Zeiten, in denen man noch passiver Beobachter war, waren da manchmal etwas entspannter.

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